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Academia Baltica: Neuer Geldgeber, neue Aufgabe

Lübecker Nachrichten, 22.12.2006

Lübeck - Die von Schließung bedrohte Academia Baltica in Lübeck bekommt weiterhin Zuschüsse vom Land Schleswig-Holstein und kann somit ihre Arbeit fortsetzen. Allerdings sollen inhaltlich neue Schwerpunkte gesetzt werden. Die Akademie wird nicht mehr von der für kulturelle Angelegenheiten zuständigen Staatskanzlei unterstützt, sondern vom Ministerium für Justiz, Arbeit und Europa. Die Einrichtung solle zum "Bindeglied zu Wirtschaft und Kultur im Ostseeraum" werden, sagte Ministeriumssprecher Herbert Schnelle der LN.

Seit fünf Jahren gibt es die Academia Baltica. Ihre Aufgabe: die Zusammenarbeit im Ostseeraum zu verbessern. Etwa 35 Veranstaltungen pro Jahr, überwiegend Seminare und Reisen, sollen diesem Ziel dienen. Im Herbst jedoch fand sich die Einrichtung auf der Sparliste des Landes wieder. 2007 sollte der Zuschuß von 120 000 Euro auf 60 000 Euro halbiert, 2008 ganz gestrichen werden. Das auch für Europa-Angelegenheiten zuständige Justiz-Ministerium übernimmt und gibt 105 000 Euro pro Jahr. Im Januar soll es ein Gespräch zwischen Minister Uwe Döring und Akademiechef Christian Pletzing über die neue Ausrichtung geben.

liz