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Baltic Media Forum: Grenzenlose Zusammenarbeit an der Küste

Journalisten diskutieren über die boomende Region

Kieler Nachrichten 17.05.2008

Kiel- Die Euphorie habe nachgelassen, überdeckte Konflikte treten wieder hervor, teilweise mache sich Enttäuschung breit, doch vielfach sei einfach nur Normalität eingekehrt, ein "Wir-Gefühl" gebe es zwar nur im Ansatz, doch es gebe viel mehr Verbindendes als Trennendes – Einschätzungen der Teilnehmer einer Podiumsdiskussion, mit der gestern im Haus der Wirtschaft in Kiel das dreitägige Baltic Media Forum unter dem Motto "Der Ostseeraum – Boomregion im Spannungsfeld zwischen EU und Russland" begann. Zuvor hatte der Direktor des Landesfunkhauses des NDR, Friedrich-Wilhelm Kramer, zur Eröffnung erklärt: "Die Menschen an der Ostsee sind sich näher denn je. "Das Reisen um die Ostsee sei mittlerweile fast grenzenlos möglich, Länder und Menschen seien eng miteinander verbunden. Der NDR mache gute Erfahrungen mit seiner Arbeit im Ostseeraum; der Ostseereport zum Beispiel erfahre große Aufmerksamkeit, betonte Kramer. Noch bis morgen wollen die Teilnehmer aus den Ostsee-Anrainerstaaten – die am Abend von der Stadt Kiel zum Empfang im Rathaus geladen waren –über Themen wie das Bild Russlands in den Medien der Ostseeländer oder die journalistischen Arbeitsbedingungen in Russland diskutieren. Staatssekretär Heinz Maurus bezeichnete das Baltic Media Forum als eine "beispielhafte Initiative, die im Ostseeraum für das Wissen über einander und das Verständnis untereinander wichtig sei". Das zum dritten Mal vom NDR in Zusammenarbeit mit der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und der Academia Baltica veranstaltete Forum tagt erstmals in Kiel. ehr

Einschätzungen zur Lage im Ostseeraum: (von links) Albrecht Breitschuh (ARD Stockholm), Mikko Fritze (Tallinn), Claudia Spiewak (NDR), Gabriele Kötschau (Ostseerat), Ojars J.Rozitis (Lettland) und Gabriele Krone-Schmalz (früher ARD Moskau). [Foto: Academia Baltica]